Wahlpflicht Floorball

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Floorball ist für viele nicht nur ein Hobby, das sie 1-2 Mal die Woche ausüben, sondern neben dem eigenen Spielen sind sie aktiv in der Entwicklung und Verbreitung des Sports. Da die erste Bundesliga-Saison der SG Berlin vorüber ist, nutzen wir die Zeit, euch die Gesichter hinter dem Team vorzustellen. Wie der Floorball in die Schule kommt und was man in einer Floorballstunde erlebt, das schildert uns in dieser Ausgabe Deborah Geese.

Wer den Damenfloorball in Berlin schon etwas verfolgt hat, wird den Namen Deborah Geese kennen, lief sie doch schon in der damaligen Damen Bundesliga für die SG BAT auf. Das damalige Team verschwand von der Bildfläche, Deborah spielte aber bei den Berlin Broilers 04 weiter im regionalen Bereich Floorball. Mittlerweile ist sie eine wichtige Allrounderin in der SG Berlin und wurde von den Berlinerinnen sogar Topscorerin in der neuen Damen Bundesliga und liegt insgesamt auf Platz 10. Wie Debby es schafft ihr Hobby in den Arbeitsalltag zu integrieren und damit den Floorball einen wichtigen Schritt nach vorne zu bringen, verrät sie in diesem Interview.

SG-Berlin.de: Hallo Debby, stelle dich unseren Lesern bitte einmal vor!

Ich heiße Deborah Geese und bin Sonderschulpädagogin an der Grundschule am Rüdesheimer Platz in Berlin – Wilmersdorf.

 Debby, du unterrichtest Floorball an der Schule, wie kam es dazu?

An unserer Schule haben die Kinder in der 5. und 6. Klasse die Möglichkeit sich für einen Wahlpflichtkurs zu entscheiden, der dann zwei Stunden in der Woche durchgeführt wird. In diesem Schuljahr leite ich den Kurs „Floorball“ für Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen. Die Nachfrage für den Kurs war groß!

Was sind die Schwierigkeiten bei so einem Kurs und was bereitet dir Freude dabei?

Anfangs war ich sehr skeptisch, für eine Gruppe von 22 Kindern mit unterschiedlichen Vorkenntnissen ein gutes wöchentliches Angebot entwickeln zu können. Doch da die Sportart in den Grundzügen schnell erlernt werden kann, waren die Bedenken bald verflogen und ich freue mich zu sehen, wie viel Spaß die Kinder beim Spielen haben. Unser wöchentlicher Kurs besteht immer aus Aufwärmspielen, Techniktraining und natürlich dem immer begehrten Spielen in Mannschaften.

Wie sehen deine weiteren Pläne bezüglich des Floorballs in der Schule aus?

Im April haben wir an unserem ersten Turnier, dem Schulcup in Rangsdorf, teilgenommen. Ich war sehr begeistert von dem Zusammenspiel der Kinder und glaube, dass noch viel Potential in der Mannschaft steckt. Wir wollen auf jeden Fall auch nächstes Jahr wieder am Schulcup teilnehmen und dann das Ticket zu den Finalspielen lösen!

Themawechsel: Sage doch bitte ein paar Worte zu deiner vergangenen Saison mit der SG Berlin.

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Die Saison in der SG Berlin war wie ein Wanderweg :)! Mal ging es bergauf und mal bergab. Aber wie beim Wandern, hatte ich trotzdem immer Spaß. Ich finde, die Mannschaft ist auf einem guten Weg, sich technisch zu verbessern und auf dem Feld miteinander zu kommunizieren.

Sehr positiv erlebe ich das Mannschaftsgefühl in der SG Berlin. Egal, ob außerhalb der Sporthalle Freundschaften bestehen oder nicht, beim Training, bei Turnieren und Spielen ist man mit jedem im Team irgendwie verbunden. Ich finde, das ist doch eine gute Voraussetzung, vielleicht sogar die wichtigste für die Kombination Spaß und Erfolg?!

Was wünscht du dir für die kommende Saison?

Die Spiele mit hohen Niederlagen haben unsere Schwächen eindeutig erkennen lassen und ich hoffe, dass wir in der Vorbereitung auf die nächste Saison einige davon beseitigen können. Und wenn die einzelnen Lines beständig miteinander trainieren und spielen können, denke ich, haben wir auch gute Chancen, in der schweren Ostliga besser mithalten zu können.

 

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